" Wortlos oder Grüße aus dem Land der kitschigen Ansichtskarten "

Abseits vom ausgetretenen Pfad der Bequemlichkeit schreitet ein nackter, jugendschöner Adonis durch das unbestellte Land der neuen Erkenntnis. Sein Weg führt ihn durch einen Sprachsumpf und gewachsene Fallstricke. Dichtes Wortgestrüpp hindern ihn daran, seinem Pfad einen flüssigen Verlauf zu geben. Trotz aller Hindernisse kämpft er sich der Sonne entgegen. Adonis begegnet bald edel gekleideten Personen auf schönen Promenaden und Baum-Alleen flanierend. Verwundert begrüßt er sie und spricht mit erhebenden Worten. Zurück kommt Schweigen. Keine Antwort. Sich steigernd, berichtet er enthusiastisch von berauschenden Geistfesten mit schönen exotischen Wesen in Blumenlandschaften voll paradiesischer Pracht und betörender Düfte. Wortgedichte malend fabuliert er von nicht enden wollenden Tänzen nach rhythmischen Klängen. Zaubert ein lyrisches Glücksgefühl von Poesie. Dennoch schlägt ihm eine eisige Kälte der ablehnenden Ignoranz entgegen. Schweren Herzens setzt er seinen einsamen Weg fort, der ihn immer tiefer ins Ungewisse führt. Dunkel sind die Landschaften der Einsamkeit. Doch die Hoffnung flattert ihm in Form eines weißen Schmetterlings zu, auf den Flügeln ein Symbol: Alpha und Omega. Leise lächelnd setzt unser Wanderer seinen Gang wortlos fort. Die Zukunft erscheint ihm leichter in der Hoffnung einer wiedergefundenen Sprache.