" Haus des Künstlers"
Das »Haus des Künstlers« ist mein Versuch, im Zeitalter der Spezialisierung einen persönlich/individuellen und dennoch interdisziplinären Raum zu schaffen. Um ein Ordnungskriterium zu installieren, wurde eine Rasterkonstruktion in Form eines Würfels gewählt. Die Seiten bestehen aus 12 rechtwinkligen Feldern. Chronologisch wurden die Flächen schachbrettartig mit Arbeiten der letzten 6 Jahre bestückt. Diese zeigen einen Querschnitt meiner Auseinandersetzung mit der bildnerischen Welt. Es handelt sich um speziell für diese Arbeit gefertigte Bilder, Übertragungen von Plastiken ins Flächige oder um Ausschnitte von Bildern der Zeit zwischen 2000 – 2006. Insgesamt besteht sie aus 48 Arbeiten der unterschiedlichen Disziplinen künstlerischer Auseinandersetzung. Die thematischen Bezugspunkte sind breit gewählt: Kunstgeschichte, Werbe- und Kunst-Fotografie, Film, persönliches Umfeld – wie z.B. Familie – usw. . Bewusst wurden Darstellungsvariationen visualisiert; so soll der eingeleitete Stil-Pluralismus eines M. Duchamps oder G. Richters fortgesetzt werden. Diese „Bild-Freiheit“ in einer übervisualisierten Welt schafft eine postmoderne Identifikationskraft und prägt so eine neue Form von multi-kreativer Energie. So können visuelle Gegensätze, wie z.B. zwischen Figuration und Abstraktion sowie zwischen Realismus und Konzeptionalismus, eine Synthese eingehen. Die Verschmelzung der klassischen Disziplinen der Kunst mit den neuen Medien kann angestrebt werden: Architektur, Installation, Skulptur/Plastik, Assemblage, Relief, Collage, Malerei/ Zeichnung, Fotografie, Film/Video oder virtuelles Bild.